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SPIELWISSEN

Mühlevarianten: Neunsteine, Lasker und Morabaraba

Vergleiche Neunstein-Mühle, kleinere Verwandte, Lasker-Mühle und südafrikanisches Morabaraba. Unterschiedliche Bretter und Sonderregeln sichtbar erklärt.

„Mühle“ bezeichnet eine Familie von Reihenspielen. Unterschiede entstehen durch zusätzliche Linien, andere Steinanzahlen und eine veränderte Reihenfolge der Spielphasen. Selbst zwei äußerlich gleiche Bretter können verschiedene Fang- oder Endregeln haben.

In diesem Beitrag

Neunstein-Mühle als Bezugspunkt

Unser Bezugsspiel verwendet neun Steine je Seite und 24 Punkte ohne Diagonalen. Erst wird gesetzt, dann gezogen; drei verbliebene Steine dürfen springen. Auch das National Museum of Ireland erklärt eine Neunstein-Fassung mit diesen drei Phasen.

Zum Nachlesen: National Museum of Ireland: Nine Men’s Morris

Kleinere Mühlespiele

Bei der Dreier-Mühle hat jede Seite nur drei Steine. Kleinere verwandte Bretter sind eigene Spielaufgaben und keine bloß verkleinerten Neunstein-Partien. Eine beschriebene Fünfer-/Sechser-Form lässt den äußeren Ring weg. Die genaue Linienführung und Gewinnbedingung müssen zum jeweiligen Brett passen.

Zum Nachlesen: Mühlespieler: Three Men’s Morris, Mühlespieler: Five / Six Men’s Morris

Lasker-Mühle: Setzen oder schon ziehen

Lasker-Mühle verwendet zehn Steine pro Seite. Setzen und Ziehen sind nicht streng getrennt: Solange noch Vorrat vorhanden ist, kann eine Seite zwischen einem neuen Stein und dem Verschieben eines gesetzten Steins wählen. Dadurch ändert sich die Bedeutung des letzten Vorratssteins.

Zum Nachlesen: Mühlespieler: Lasker-Mühle

Morabaraba im südlichen Afrika

Die von Mind Sports South Africa 2016 veröffentlichte Regelbeschreibung nennt zwölf Steine je Seite, zusätzliche diagonale Dreierreihen und weiterhin nur einen Fang bei mehreren gleichzeitig geschlossenen Reihen. Eine besondere Rückkehrbeschränkung betrifft das unmittelbare Zurückschließen einer anderen Reihe. Für ein heutiges Turnier ist dessen aktuelle Ausschreibung maßgeblich.

Links Neunstein-Mühle ohne Diagonalen; rechts Morabaraba mit zusätzlichen Diagonalen und zwölf Steinen je Seite.
Links Neunstein-Mühle ohne Diagonalen; rechts Morabaraba mit zusätzlichen Diagonalen und zwölf Steinen je Seite.

Zum Nachlesen: Mind Sports South Africa: Morabaraba rules (2016)

Region und Name nicht verwechseln

Ein vertrauter Name auf einer Reise ist ein Ausgangspunkt für Fragen, kein vollständiger Vertrag. Prüfe besonders, ob diagonale Reihen zählen und ob Steine aus Mühlen genommen werden dürfen, wenn sonst kein Fangziel existiert. Beim Springen und bei Wiederholungen gibt es ebenfalls unterschiedliche Absprachen.

Nenne zum Lernen immer Brett und Regeln gemeinsam: etwa „24 Punkte, neun Steine, keine Diagonalmühlen, Springen bei drei“. Dadurch kann dein Gegenüber eine Abweichung konkret benennen. „Bei uns spielt man anders“ wird so zu einer nachprüfbaren Regelfrage.

Welche davon sind hier spielbar?

Auf GameFinder.pro wird derzeit Neunstein-Mühle angeboten. Der Variantenbeitrag erweitert dein Spielwissen; er verspricht keinen Lasker- oder Morabaraba-Schalter im Menü. Unsere Diagramme vergleichen die Geometrie. Sie übertragen keine fremden Figuren, Datenbanken oder Turnierergebnisse in das laufende Spiel.

Das Gelernte ausprobieren

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