Crazy Eights lässt sich mit gewöhnlichen Spielkarten erklären, doch schon beim Nachziehen unterscheiden sich veröffentlichte Fassungen. Wir nennen deshalb die Bicycle-Regel als Ausgangspunkt und trennen sie von anderen Varianten. Sonderaktionen aus Mau-Mau, Switch oder UNO gelten hier nicht automatisch.
In diesem Beitrag
Die Bicycle-Fassung knapp gefasst
Bicycle verwendet 52 Karten und fünf Handkarten. Ablegen erfolgt nach gleicher Kartenfarbe oder gleichem Rang. Jede Acht wünscht eine Farbe; danach passt diese Farbe oder eine weitere Acht. Ohne Spielmöglichkeit wird bis zur passenden Karte oder zum leeren Stapel gezogen. Restwerte: Acht 50, Bilder und Zehn 10, Ass 1, sonst Augenwert. Eine anfängliche Acht wird eingemischt und ersetzt.
Zum Nachlesen: Bicycle: Crazy Eights
Ein Rangwechsel ist kein Farbwunsch
Unser Beispiel beginnt mit Pik Dame. Herz Dame ist wegen des Rangs erlaubt; danach liegt wirklich Herz Dame und Herz ist ihre Kartenfarbe. Pik 5 wäre wegen Pik erlaubt und ließe Pik bestehen. Karo 6 erfüllt beides nicht. Die Wahl zwischen zwei erlaubten Anschlüssen verändert also die nächsten Möglichkeiten.
Stellung als Text
Ablage: Pik Dame. Hand von links: Herz Dame, Pik 5, Karo 6, Kreuz 8. Erlaubt: 1, 2, 4.
Nach einer Acht zählt die angesagte Farbe
Eine aufgedruckte Herz 8 mit angesagtem Pik verlangt nicht Herz. Für die nächste Person ist Pik aktiv. Eine Herz Dame wäre deshalb kein Anschluss; Pik 4 oder eine weitere Acht wären passende Kandidaten. Der Rang Acht begründet hier nicht für jede beliebige Karte einen Ranganschluss: Er ist die Wunschfunktion selbst.
Keine ungefragten Strafkarten importieren
In diesem einfachen Vergleich ist eine Zwei keine automatische Zieh-zwei-Karte und eine Dame kein automatisches Aussetzen. Wer solche Effekte ergänzen möchte, legt eine andere Regelvereinbarung fest. Genau hier liegen die interessanten Verbindungen zu Switch und Mau-Mau: gleiche Ablageidee, andere Zustandsänderungen.