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SPIELWISSEN

Mau-Mau-Regeln: eine klare Runde für den Kartentisch

Farbe oder Rang, Wunsch-Bube, Sieben und Acht: eine vollständig benannte Lernvereinbarung statt angeblich überall gleicher Regeln.

Mau-Mau ist ein Ablegespiel: Du möchtest deine Hand leeren und dabei handlungsfähig bleiben. Viele Familien kennen andere Sonderregeln. Unsere Beispiele benennen deshalb eine Lernvereinbarung. Die spielbare 32-Karten-Ausgabe hat eigene auswählbare Hausregeln; besonders Mau-Strafen und Schlusskarten sind dort ausdrücklich eingestellt.

In diesem Beitrag

Unsere Lernvereinbarung vor dem Austeilen

Wir spielen mit zwei bis vier Personen und 32 französischen Karten von 7 bis Ass, ohne Joker. Jeder erhält fünf Karten. Der Rest liegt verdeckt als Nachziehstapel, daneben beginnt die Ablage mit einer gewöhnlichen Neun. Für diesen Unterrichtsstart suchen wir bewusst eine Neun heraus und mischen den übrigen Stapel; das ist keine allgemeine Austeilvorschrift.

Unsere Lernbilder nutzen die internationalen Kürzel J für Bube, Q für Dame, K für König und A für Ass. Die Kartensymbole nennen die Farbe. Diese Beschriftung verändert die Regeln nicht.

Auf Herz 9: Kreuz 9, Herz Ass und der Wunsch-Bube passen; Karo König nicht. Unsere Mau-Mau-Lernregel.
Auf Herz 9: Kreuz 9, Herz Ass und der Wunsch-Bube passen; Karo König nicht. Unsere Mau-Mau-Lernregel.
Stellung als Text

Ablage: Herz 9. Hand von links: Karo König, Kreuz 9, Herz Ass, Pik Bube. Erlaubt: 2, 3, 4.

Farbe bedeutet hier Kreuz, Pik, Herz oder Karo

Ohne offene Strafaktion darfst du eine Karte derselben Farbe oder desselben Rangs auflegen. Auf Herz 9 passt Herz König oder Kreuz 9. „Gleich rot“ genügt nicht: Karo König passt nicht allein deshalb auf Herz 9. Ein Bube ist in unserer Vereinbarung unabhängig davon erlaubt und bestimmt die nächste Kartenfarbe.

Nach einem Buben gilt die genannte Farbe, nicht seine aufgedruckte Farbe. Ein weiterer Bube bleibt hier erlaubt. Wir verwenden also kein Verbot „Bube auf Bube“. Vor einem echten Spieleabend darf eure Gruppe anders entscheiden, muss es aber vorher sagen.

Sieben, Acht und Nachziehen konkret festlegen

Unsere Sieben lässt die nächste Person zwei Karten ziehen und ihren Zug verlieren; die Strafe darf in dieser Lernrunde nicht weitergereicht werden. Eine Acht überspringt die nächste Person. Zu zweit bist du nach deiner Acht also wieder dran. Alle anderen Ränge außer dem Wunsch-Buben haben hier keine Sonderwirkung.

Ohne passende Karte ziehst du genau eine. Ist sie passend, darfst du nur diese gezogene Karte sofort spielen; sonst endet dein Zug. Ein erschöpfter Stapel wird aus der gemischten Ablage außer ihrer obersten Karte erneuert. Diese Bedingungen gehören zur vereinbarten Runde und sind keine Behauptung über jedes Mau-Mau.

Mau, Mau-Mau und das Rundenende

Bei einer letzten Handkarte sagen wir „Mau“, beim Ablegen der letzten „Mau-Mau“. Wird das fehlende Mau vor Beginn des nächsten Zuges bemerkt, ziehen wir zwei Strafkarten. Die letzte Karte darf jede Kartenart sein; eine abschließende Sieben wird noch mit zwei gezogenen Karten abgerechnet. Wir zählen zunächst nur Rundensiege.

Das Gelernte ausprobieren

Mau-Mau spielen