Ein fairer Spieleabend braucht keine aufwendige Organisation. Er braucht dieselben bekannten Regeln für alle. Diese Anleitung zeigt einen eigenen Ablauf für mehrere Mau-Mau-Runden und erläutert, warum Ergebnisse verschiedener Hausregeln nicht ohne Weiteres vergleichbar sind.
In diesem Beitrag
Vorher gemeinsam entscheiden
Legt Personenzahl, Kartenblatt, Austeilen, Sonderkarten, Ziehen und letzte Karte fest. Lest die Regelkarte einmal laut vor. Neue Personen sollten nicht erst bei einer Strafkarte erfahren, dass euer Tisch sie anders behandelt. Änderungen gelten ab der nächsten Runde und nur nach gemeinsamer Zustimmung.
Wunsch und Restkarte hörbar machen
Sagt die Wunschfarbe so an, dass auch die gegenüber sitzende Person sie hört. Wiederholt bei Unsicherheit die Ansage, statt aus der aufgedruckten Bubenfarbe zu raten. Lasst nach dem Ablegen einen kurzen Moment für das Mau. Unsere Lernregel bindet die Meldung an den Beginn des nächsten Zuges, nicht an eine nachträgliche Erinnerung viele Züge später.
Ein eigener einfacher Rundenplan
Für vier Personen könnt ihr vereinbaren: Jede Person gibt einmal, insgesamt vier Runden, jeder Rundensieg zählt einen Punkt. Bei Gleichstand bleibt der Abend geteilt gewonnen oder ihr vereinbart vorab eine Entscheidungsrunde. Das ist ein Organisationsvorschlag und kein offizielles Wettkampfsystem. Rundensiege sind zudem eine andere Skala als die Restkartenpunkte in Crazy Eights oder UNO.
Nachher die Entscheidung besprechen
Notiere eine interessante Hand mit offenen Karten, aktuellem Rang und aktiver Wunschfarbe. Vergleicht zwei erlaubte Alternativen. Trennt dabei „illegal“ von „ungünstig“: Ein legaler Zug kann schlecht geplant sein; ein besonders hilfreicher Zug bleibt illegal, wenn gerade eine Strafe zuerst erledigt werden muss. So entsteht aus Streit eine wiederholbare Lernfrage.