Schon zwei Texte mit dem Namen Crazy Eights können unterschiedliche Startkarten und Nachziehverfahren beschreiben. Eine gute Runde wählt ein vollständiges Paket. Die Acht als Wunschkarte allein reicht nicht aus, um alle übrigen Regeln festzulegen.
In diesem Beitrag
Dokumentierte Unterschiede
Pagat beschreibt unter anderem fünf Handkarten, zu zweit sieben, sowie eine Anfangs-Acht, bei der der Geber die Farbe wählt. Es dokumentiert zusätzliche Aktionskarten und viele alternative Namen, darunter Switch und Mau-Mau. Das steht neben der anders benannten Bicycle-Fassung und ist kein Auftrag, alle Varianten gleichzeitig zu verwenden.
Zum Nachlesen: John McLeod / Pagat: Crazy Eights and reported variants
Nachziehen als eigene Regelentscheidung
Unser Aufgabenstapel Karo 2, Herz 5, Kreuz 6 auf Kreuz König zeigt die Wirkung besonders deutlich: Ziehen bis spielbar erreicht die dritte Karte. Bei genau einer Nachziehkarte würde derselbe Zug früher enden, sofern die gezogene Karte nicht passt. Dadurch ändern sich Handgröße, Rundendauer und die Aussagekraft beobachteter Nachziehzüge.
Verwandtschaft ohne Gleichsetzung
Ein Mau-Mau-Bube, eine Crazy-Eights-Acht und ein Switch-Ass können dieselbe Rolle erfüllen, obwohl ihre Ränge verschieden sind. Die übrigen Karten übernehmen deshalb noch lange nicht dieselben Rollen. Die Acht in unserem Mau-Mau und Switch-Beispiel überspringt stattdessen. Das ist ein Grund, jeweils die Regelkarte des konkreten Spiels zu lesen.
Eine schlanke Regelkarte
Notiert Kartenblatt, Handzahl, Anfangs-Acht, Nachziehen, zusätzliche Aktionen und Rundenwertung. Legt auch fest, was bei einem leeren Nachziehstapel und vollständig blockiertem Spiel gilt. Wählt ihr zur Übung eine vereinfachte Runde ohne Punktwertung, kennzeichnet das als eure Entscheidung. Die benannte Restkartenwertung verschwindet nicht allein durch den gemeinsamen Spielenamen.