Badugi bewertet keine normale Fünferhand. Das Ziel ist eine möglichst niedrige Auswahl aus vier verschiedenen Rängen und vier verschiedenen Farben. Entscheidend ist zuerst, wie viele Karten deine gültige Auswahl überhaupt enthält.
In diesem Beitrag
Vier Karten und drei Tauschrunden
Die beschriebene Badugi-Ausgabe gibt vier verdeckte Karten, drei Tauschrunden und vier Setzrunden. Ass zählt niedrig, Straßen spielen keine Rolle. Eine gültige Viererhand schlägt jede Dreierhand; drei Karten schlagen zwei. Innerhalb gleicher Länge gewinnt das niedrigere Kartenprofil, von der höchsten Karte abwärts verglichen. A–2–3–4 in vier Farben ist ideal.
Zum Nachlesen: PokerStars: Badugi
Die beste gültige Teilhand suchen
Eigene Karten: A♥ 2♥ 3♣ 4♦. Alle vier Ränge sind verschieden, aber Herz kommt doppelt vor. Du kannst nur eines der beiden Herzen verwenden. A♥ 3♣ 4♦ ist besser als 2♥ 3♣ 4♦: Nach Vier und Drei entscheidet das niedrigere Ass. Die Hand ist eine Dreierhand, kein Badugi.
Vollständigkeit kommt vor niedrigen Zahlen
Aufgabe: Vergleiche A♥ 2♦ 3♣ und K♥ Q♦ J♣ 10♠ als gültige Teilhände. Die Dreierhand sieht niedriger aus. Trotzdem gewinnt die Viererhand. Erst wenn beide gültigen Hände gleich lang sind, darfst du ihre Kartenwerte der Reihe nach vergleichen.
Lösung und Erklärung
Die zweite Auswahl hat vier verschiedene Farben und Ränge, also ein vollständiges Badugi. Die erste hat nur drei Karten. Dieses Ergebnis bleibt bestehen, obwohl König, Dame und Bube hohe Karten sind.
Doppelte Ränge und Farben getrennt prüfen
Zeichne beim Lernen eine Spalte für Farben und eine für Ränge. Streiche nicht gedankenlos die höchste Karte, sondern prüfe alle gültigen Auswahlen. Ein Rangkonflikt kann eine andere Auswahl erzwingen als ein Farbkonflikt. Danach notiere, welche Karte du ersetzen möchtest und welches Merkmal der Ersatz erfüllen müsste.