Texas Hold’em ist die bekannte Gemeinschaftskarten-Variante mit zwei verdeckten Karten pro Person und fünf gemeinsamen Karten. Dieser Beitrag erklärt diesen internationalen Ablauf. Unser spielbares Poker-Duell verwendet dagegen nur drei Gemeinschaftskarten.
In diesem Beitrag
Von Preflop bis River
Nach den zwei Handkarten folgt Preflop. Der Flop bringt drei gemeinsame Karten, der Turn eine vierte, der River eine fünfte. Nach jeder Phase wird gesetzt. Beim Showdown zählt die beste Fünferhand aus insgesamt sieben verfügbaren Karten: mit zwei, einer oder keiner eigenen Karte. Small und Big Blind sind erzwungene Einsätze vor dem Geben.
Zum Nachlesen: PokerStars: Texas Hold’em rules
Position und der Sonderfall Heads-up
Am Tisch mit mehr als zwei Personen beginnt Preflop die erste aktive Person links vom Big Blind; nach dem Flop beginnt die erste aktive Person links vom Button. Im Heads-up ist der Button zugleich Small Blind: vor dem Flop zuerst, danach zuletzt. Die Position bestimmt daher, welche Aktionen du schon gesehen hast, bevor du selbst handeln musst.
Zum Nachlesen: World Poker Federation: Texas Hold’em
No Limit ist eine Einsatzstruktur
No Limit erlaubt grundsätzlich Einsätze bis zum verfügbaren Stack, unter Beachtung der Mindest-Erhöhungsregeln. Pot Limit begrenzt die maximale Erhöhung durch die Potgröße nach einem gedachten Call. Fixed Limit legt die Einsatzschritte fest. Diese Bezeichnungen ändern die Kartenwertung nicht. Ein Limit-Spiel ist nicht automatisch ein anderes Pokerspiel.
Zum Nachlesen: WSOP Online: Betting and raising rules
Ein eigener Pot-Limit-Rechenweg
Im Pot liegen vor der Aktion 60 Chips. Die erste Person setzt 20, der Pot enthält jetzt 80. Du hast in dieser Runde noch nichts gezahlt. Der gedachte Call kostet 20 und erhöht den Pot auf 100. Eine maximale Pot-Erhöhung beträgt zusätzlich 100: Du setzt insgesamt 120, davon 20 zum Mitgehen und 100 zum Erhöhen.
Diese Rechnung setzt ausreichende Stacks voraus. Sie beantwortet nur, welcher Betrag erlaubt wäre. Ob die Erhöhung eine gute Entscheidung ist, hängt von Karten, Gegnern und weiteren möglichen Aktionen ab. „Maximal erlaubt“ bedeutet nicht „strategisch empfohlen“.
Ein Board sorgfältig lesen
Prüfe zuerst, welche Straßen und Flushes überhaupt möglich sind. Ein Paar auf dem Board macht Full Houses denkbar. Vier Karten derselben Farbe machen nicht automatisch deinen Flush: Entscheidend bleiben fünf passende Karten in der besten Auswahl. Benenne eine mögliche gegnerische Hand vollständig, statt nur zu sagen „der hat bestimmt etwas“.